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17_Pingenzug

Der Erzgang am Rande des Schmalentals wurde im Mittelalter abgebaut. Er zieht sich von der Talschulter bis zum Talschluss und fällt steil ein. Die deutlich erkennbare Reihung der Pingen (Pingenzug) markiert den Verlauf des Erzlagers. Sie sind mindestens 400 Jahre alt.

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1596 im Lagerbuch des Erzbischofs von Köln, dem damaligen Landesherrn: „Ein bergkwergh, genannt im Shmal Dahl, wirdt ißenstein gebrochen.“

Typisch für den Abbau im Mittelalter sind die Doppelschächte, die als Doppelpingen auch an dieser Stelle noch erkennbar sind. Durch die Anlage von zwei benachbarten Schächten erreichte man eine bessere Belüftung der Grube und hatte im Notfall einen zweiten Fluchtweg zur Verfügung.